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KI und Automatisierung · Praxistipp

Fremde Inhalte dürfen einem KI-System keine neuen Rechte geben

Prompt Injection nutzt Inhalte als scheinbare Anweisung. Anwendungen müssen deshalb zwischen Daten und zulässigem Auftrag unterscheiden.

Kim Grüner1 Min. Lesezeit

Ein KI-Assistent liest häufig Websites, Dokumente oder Nachrichten, deren Inhalt ein Unternehmen nicht kontrolliert. Darin können Anweisungen stehen, die vom eigentlichen Auftrag ablenken sollen. OWASP beschreibt dieses Risiko als Prompt Injection und empfiehlt mehrere aufeinander abgestimmte Schutzmaßnahmen.

Eine einzelne Formulierung im Systemprompt ist kein vollständiger Schutz. Entscheidend sind auch die verfügbaren Werkzeuge, begrenzte Berechtigungen und überprüfbare Aktionen. Ein fremdes Dokument darf beispielsweise nicht bestimmen, an wen interne Daten weitergegeben werden. Gerade bei verbundenen Geschäftssystemen muss die Anwendung solche Grenzen technisch durchsetzen.

Empfehlung für Unternehmen

Kennzeichnen Sie externe Inhalte als untrusted Daten und begrenzen Sie nachgelagerte Aktionen. Testen Sie kontrollierte widersprüchliche Inhalte in einer Testumgebung. Prüfen Sie besonders Datenexporte und Zieladressen. Ein System sollte bei Unklarheit einen begrenzten sicheren Zustand erreichen, statt still neue Befugnisse anzunehmen.

Quelle: OWASP LLM Prompt Injection Prevention

Originalquellen

Letzte Faktenprüfung: 2026-10-27

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